Die SCHUFA: Das steckt dahinter.

Wer in Deutschland ein Kreditgeschäft abschließen möchte, kommt in der Regel mit der SCHUFA in Kontakt. Was viele nicht wissen: Die bereits 1927 gegründete Auskunftei macht den Alltag oft leichter. Sie sorgt zum Beispiel beim Kauf auf Rechnung, bei der Finanzierung eines Fernsehers, eines Autos oder einer Reise im Hintergrund dafür, dass sich Geschäftsabschlüsse  schnell, unkompliziert und zu günstigen Konditionen abschließen  lassen.

Ingo A. Koch, Pressesprecher der SCHUFA, gibt Auskunft über ein Unternehmen, das für Vertrauen und Seriosität steht – und dadurch viele Kreditgeschäfte überhaupt erst ermöglicht.

Herr Koch, was macht die SCHUFA eigentlich und wofür ist das gut?

Koch: Der private Konsum ist eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft und zu einem großen Teil kreditfinanziert. Das Verbraucherkreditsystem in Deutschland sichert Wachstum und Arbeitsplätze. Die SCHUFA trägt dazu bei, dass dieses System funktioniert, indem sie Bonitätsinformationen für Wirtschaft und Verbraucher bereitstellt.

Diese unterstützen zuverlässig und schnell die von beiden Seiten gewünschten Geschäftsabschlüsse: ob bei einem Kredit für Auto,- Möbel- oder Technik, bei einem Handyvertrag oder online bei der Bestellung auf Rechnung.

Als führende Auskunftei in Deutschland bearbeiten wir rund 130 Millionen Anfragen und Meldungen im Jahr, also über 350.000 Vorgänge am Tag. Damit sorgen wir für das notwendige Vertrauen zwischen Geschäftspartnern und unterstützen eine schnelle und sichere Kreditvergabe. Auf der anderen Seite hilft die SCHUFA auch, Verbraucher vor Überschuldung zu schützen. Beleg für die Relevanz und die Qualität unserer Arbeit ist die mit 97,6 Prozent hohe Rückzahlungsquote von Verbraucherkrediten in Deutschland.

Was steckt genau dahinter?

Koch: Vielen ist nicht bekannt, dass der SCHUFA zu über 90% der bei ihr gespeicherten Personen ausschließlich positive Informationen vorliegen. Wir sind ein Möglichmacher für Kreditgeschäfte!

Für alle Verbraucher, die ihren Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen – und das ist die weit überwiegende Mehrheit der Bürger in Deutschland – bedeutet die Arbeit der SCHUFA eine Erleichterung von Geschäftsabschlüssen im Alltag: Sie müssen nicht jedes Mal umständlich ihre Zahlungsfähigkeit anhand von unzähligen Dokumenten belegen sondern können einfach im Internet auf Rechnung kaufen beziehungsweise einen Kredit abschließen. Das bedeutet Kundenfreundlichkeit und Sicherheit.

Was weiß die SCHUFA von mir? Welche Daten werden gespeichert?

Koch: Die SCHUFA funktioniert nach dem Gegenseitigkeitsprinzip: Partner melden kreditrelevante Informationen und können im Gegenzug Informationen abfragen. Korrekte und aktuelle Daten sind die Grundlage der anerkannt hohen Qualität unserer Auskünfte, an der alle Teilnehmer ein hohes Interesse haben und zu der alle beitragen; dies ist dem Wesen des Gegenseitigkeitsprinzips der SCHUFA immanent.

Zum einen speichert die SCHUFA personenbezogene Daten wie Namen, Geburtsdatum und ggf. -ort, Anschrift und eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften. Ferner erhalten wir Informationen über Bankkonten, Kreditkarten, Leasingverträge, Mobilfunkkonten, Versandhandelskonten, Ratenzahlungsgeschäfte sowie Kredite und Bürgschaften. Diese Daten kommen von unseren 9.000 Vertragspartnern, darunter Banken und Sparkassen, Händler, Energieversorger und andere mehr, die den direkten Kontakt mit ihren Kunden haben. Ebenso erhalten wir von ihnen Informationen über Zahlungsstörungen und übernehmen Informationen aus öffentlichen Registern; z.B. der Insolvenzgerichte.

Die Informationen unterliegen gesetzlich geregelten Speicherfristen; zum Beispiel werden Informationen zu Krediten drei Jahre nach dem Jahr der vertragsgemäßen Rückzahlung gelöscht. Die Speicherfristen werden auf unserer Webseite ausführlich aufgeführt. Nicht gespeichert werden Informationen zu Gehalt oder Vermögen, zu Nationalität, Religionszugehörigkeit oder aus sozialen Netzwerken.