Vor Betrug schützen

Das Internet hat unseren Alltag und auch unser Kommunikationsverhalten stark verändert. Digitale Informations- und Kommunikationskanäle bieten Möglichkeiten, auf die heute die Wenigsten verzichten möchten. Dadurch sind neue Handlungsfelder für Kriminelle entstanden und es haben sich u. a. folgende Betrugsmuster herauskristallisiert. 

Anlagebetrug

Die Opfer werden dazu gebracht, in dubiose Anlagen zu investieren. Im schlimmsten Fall droht ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals. 

Phase 1: Anködern

Die Köder für Anlagenbetrug begegnen Ihnen überall, z. B. bei der Websuche nach Finanzanlagen (Kryptowährung, Forex-Produkte, Optionsscheine), in Newsletter oder E-Mail Spam. 

Phase 2: Erster Kontakt

Im zweiten Schritt folgt die Kontaktaufnahme durch ausländischen Makler. Es soll nur ein kleiner Betrag („Spielgeld“) angelegt werden. Der Kunde bekommt Zugang zu einer betrügerischen Webseite, um seine Investments dort zu beobachten. Mit jedem Einloggen steigt die Wertentwicklung exponentiell. Die Geldanlage wird hierbei nur vorgespielt. Tatsächlich wurde das Geld nicht investiert.  

Phase 3: Vertrauensbildung

Der persönliche „Betreuer“ versucht eine Beziehung zum Opfer aufzubauen. Hierbei werden die Techniken des sog. Social Engineerings eingesetzt, d. h. dem Opfer wird geschmeichelt, Interessen werden gespiegelt, Wut auf Banken etc. wird bestätigt und die Opfer werden zu „Komplizen“ gemacht. Insbesondere warnen die Betrüger davor, anderen (z. B. dem Bankberater) von dem Investment zu erzählen. In dieser Phase nehmen sich die Betrüger viel Zeit. Es kann stundenlange Telefonate geben. Die Opfer fühlen sich zu diesem Zeitpunkt in der Regel sehr gut betreut. 

Phase 4: Investieren

In dieser Phase soll das Opfer die Chance auf hohe Rendite endlich nutzen und nach dem Einsatz von „Spielgeld“ einen hohen Betrag anlegen. Druck wird in der Regel indirekt aufgebaut, da Angebote nur befristet verfügbar sind und daher schnell entschieden werden muss. Nach Anlage ist der „Berater“ plötzlich nicht mehr erreichbar.. 

Romance Scam

Dem Opfer wird die große Liebe suggeriert, doch in Wahrheit geht es nur darum so viel Geld wie möglich zu ergaunern.

Ziele der Betrüger: 

  1. Aufbau einer Vertrauensbeziehung. Hierzu werden ebenfalls die Techniken des sog. Social Engineerings  verwendet (siehe Anlagebetrug).
  2. Das Opfer soll sich verbunden und verpflichtet fühlen.
  3. Aufbau sozialer Druck: Es wird um Zahlungen für sogenannte „Notfälle“ gebeten. Zu solchen Notfällen kann alles gehören, vom unverschuldeten Unfall oder Krankheit, bis hin zu Überfall und korrupten Polizisten/kriminellen Banden, denen der Bekannte Geld schuldet.

Mehr Details finden Sie bei der polizeilichen Kriminalprävention.

Finanzagent

Dem Opfer wird das schnelle Geld für wenig Arbeit versprochen. Mit vielversprechenden Stellenangeboten zum „Finanzmanager“, „Treuhandagent“, „Projektkoordinator“ u.v.m. wird geworben. Die Aufgabe in der vermeintlichen neuen Arbeitsstelle ist die Weiterleitung von Geldern.

Ziele der Betrüger:

  1. Gelder sollen von A nach B transferiert werden, d. h. es geht ein Geldbetrag auf dem Konto des Opfers ein und dieser Geldbetrag (abzüglich einer Bearbeitungsgebühr) wird dann auf ein Zielkonto (meist im Ausland) weitergeleitet.
  2. Transaktion von betrügerisch erlangten Geldern soll verschleiert werden.

Diese Tätigkeit unterliegt dem Straftatbestand der Geldwäsche und ist verboten. Für mehr Details finden Sie bei den Finanzagenten

Phishing

Phising bezeichnet die Beschaffung persönlicher Daten, beispielsweise mittels gefälschter E-Mails oder Webseiten. Grundsätzlich. wird keine Sparkasse per Telefon oder E-Mail personenbezogene Daten, insbesondere Passwörter und TANs, abfragen. Diese werden auch nicht im Rahmen eines Tests abgefragt.

In solchen Fällen soll immer sofort die kontoführende Sparkasse benachrichtigt und ggf. das Konto vorsorglich gesperrt werden. 

Haben Sie Hinweise bzgl. Betrug oder sind selbst Opfer eines Betruges geworden?

Kontaktieren Sie unsere Experten zur Betrugsprävention unter:
E-Mail: betrugsverdachtsfall@s-kreditpartner.de